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Neues RTB II für Feuerwehr Gräpel

 

Die Freiwillige Feuerwehr Gräpel stellte im Rahmen einer Feierstunde vor geladenen Gästen am Gerätehaus in Gräpel ihr neues Feuerwehr-Boot nach einer Bootstaufe offiziell in Dienst.

Auf der Werft Juha Snell Oy in Finnland war die Basis des Bootes aus Marinealuminium gebaut worden und danach von der Hansa Nordland GmbH in Rostock für den Feuerwehreinsatz ausgerüstet worden.

 

Der Vorsitzende des Feuerwehrschutzausschusses der Samtgemeinde Oldendorf-Himmelpforten Rolf Wieters richtete die Grüße der Samtgemeinde aus und berichtete, dass der Auftrag zum Bau des Bootes im August 2016 nach ausführlicher Beratung des Samtgemeinderats einstimmig beschlossen worden war.

 

Die Entscheidung für die Anschaffung eines neuen Feuerwehrboots war nach einem dramatischen Boots-Unfall auf der Oste am 6. März 2016 gefallen.

 

Das Feuerwehrboot vom Landkreis Stade, das in Gräpel stationiert war und mit drei Einsatzkräften der Ortswehr Gräpel besetzt war, kenterte im Rahmen einer nächtlichen großen Ölabwehr-Aktion unter Beteiligung von 160 Einsatzkräften aus drei Landkreisen, nachdem es gegen einen Gegenstand im Wasser geprallt war.

 

Die drei Gräpeler Besatzungsmitglieder waren infolge der Kollision über Bord gegangen und konnten erst nach einer Suchaktion am Ufer der Oste gefunden und gerettet werden.

Bei der Such- und Rettungsaktion waren Boot und Besatzung der Bremervörder Feuerwehr maßgeblich beteiligt gewesen.

Nach der Bergung des havarierten Boots wurde festgestellt, dass die Schäden derart gravierend waren, dass eine Reparatur des Boots vom Baujahr 1965 nicht mehr rentabel erschien.

 

Kreisbrandmeister Peter Winter drückte in seinen Grußworten seine Freude darüber aus, dass die Samtgemeinde Oldendorf-Himmelpforten als Träger des Brandschutzes die Entscheidung getroffen hat ein neues Boot für den Standort Gräpel anzuschaffen.

Nach seinen Worten ist ein Feuerwehrboot wichtiger Bestandteil des Brandschutzes und unverzichtbar für Feuerwehr- und Rettungseinsätze auf diesem Abschnitt der Oste.

 

Den Zündschlüssel für das neue Gefährt überreichte Peter Winter an Gemeindebrandmeister Rolf Jarck, der sich freute, dass die Samtgemeinde erstmals ein eigenes neues Feuerwehrboot im Bereich der Samtgemeinde anschaffen und zur Verfügung stellen kann.

 

Ortsbrandmeister Stefan Müller bedankte sich bei Rat und Verwaltung sowie dem Landkreis für die Bereitstellung der finanziellen Mittel und die Unterstützung.

Wir waren froh, dass nach der Havarie des alten Bootes die drei Kameraden mit dem Schrecken davon gekommen sind und hatten Zweifel, ob uns ein neues Boot als Ersatz zur Verfügung gestellt werden kann, erklärte Stefan Müller.

Umso größer war jetzt die Freude aller Gräpeler Feuerwehrkameraden über das neue „tolle Ding“, wie es Stefan Müller formulierte.

 

Bei dem neuen Einsatzgefährt handelt es sich um ein flachwassertaugliches Bugklappen- Motorrettungsboot vom Typ „Faster 530 BR“.

Sehr gute Fahreigenschaften und eine sehr hohe Seitenstabilität werden als Eigenschaften dieses Bootstyps gepriesen.

Es hat eine Nutzlast von 1.000 kg und ist für die Beförderung von maximal acht Personen zugelassen.

Eine Tragkraftspritze oder eine Krankentrage können seefest verzurrt werden.

Das Boot hat eine Länge von 5,20 m und 2,10 m Breite.

Als Antrieb steht ein 60 PS-Suzuki-Motor zur Verfügung.

 

Für die Anschaffung und Ausrüstung des Boots einschließlich Außenbordmotor und Boots-Trailer wurden insgesamt 34.000 Euro aufgewandt.

Der Landkreis Stade beteiligte sich mit einem Anteil in Höhe von 20 Prozent der Kosten an der Finanzierung.

 

Bevor Stefan Müller den Zündschlüssel an den Maschinisten Heiko Dankers überreichte, bedankte er sich bei der Familie tom Wörden, die mit einer großen Spende dazu beigetragen hat die Anschaffung des neuen Boots zu ermöglichen.

Als einmaliges besonderes Geschenk überreichte er Antje und Klaus tom Wörden ein Gemälde mit dem Motiv des neuen Boots auf der Oste.      

 

Auch wenn die Zeiten des Schiffbaus in Gräpel lange vorbei sind, so sind doch die Seefahrt-Traditionen und –Bräuche im Reeder-Ort lebendig geblieben.

Zu einem neuen Boot gehört unbedingt eine Taufe und ein passender Name, zumal einem der technische Begriff Rettungstransportboot II recht schwer über die Lippen kommt.

 

Antje tom Wörden konnte als würdige Taufpatin gewonnen werden und demonstrierte eindrucksvoll, wie eine erfolgreiche Bootstaufe zu erfolgen hat.

Zielsicher, kraftvoll und gekonnt ließ sie eine Sektflasche an der Bordwand zerschellen und taufte das neue Feuerwehr-Boot auf den Namen „Wilhelm“ in Gedenken an den traditionsreichen Namen in der Reeder-Familie tom Wörden in Gräpel.

 

Die zahlreich erschienenen Feuerwehrkameraden aus der Samtgemeinde und Bürgermeister Hans-Werner Hinck bestaunten noch den umsichtigen Einsatz von Maschinist Heiko Dankers, der mit einer Ladung Wasser aus einem Eimer dafür sorgte, dass immer ein Handbreit Wasser unterm Kiel des Gefährts vorhanden ist.

 

Mit dem Wunsch, dass das Boot „Wilhelm“ und seine Besatzung immer wohlbehalten in seinen Heimathafen zurückkehren möge, klang der Festakt mit einem geselligen Zusammensein im Feuerwehrgerätehaus Gräpel aus.

 

Gez. Rolf Hillyer-Funke

Pressebeauftragter, Feuerwehren Samtgemeinde Oldendorf - Himmelpforten

 

  

Abgebildet, von links: Ortsbrandmeister der FF Gräpel und stellvertretender Gemeindebrandmeister der Samtgemeinde Oldendorf-Himmelpforten Stefan Müller,

Taufpatin Antje tom Wörden und Sponsor Klaus tom Wörden.

 

Feuerwehrboot der FF Gräpel vom Typ RTB II „Faster 530“

 

 

Ort:   vorm Feuerwehrgerätehaus der FF Gräpel, Gräpel,

         Samtgemeinde Oldendorf-Himmelpforten, Landkreis Stade

 

Herkunft Fotos: Rolf Hillyer-Funke / Feuerwehren  Samtgemeinde Oldendorf - Himmelpforten

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